Hilfe, der Bambus vertrocknet

Da der Bambus eine immergrüne Pflanze ist, behält er auch im Winter seine Farbe. Erst wenn die neuen Blätter im Frühjahr austreiben, wirft er einen Teil seiner alten Blätter ab. Allerdings kann Blattfall auch ein Zeichen dafür sein, dass der Bambus vertrocknet und gehandelt werden muss. Wir verraten, was in diesem Fall zu tun ist.

Was ist also zu tun, wenn der Bambus mehr trockene, als grüne Blätter besitzt, die Blattspitzen braun werden oder er komplett trockene Halme bekommt?

Vorab muss gesagt sein, dass der Bambus wie alle immergrünen Pflanzen, im Spätherbst auch kontinuierlich Blätter abwirft. Er verliert nicht alle auf ein Mal, aber wirft genau die Blätter ab, die nicht mehr genug Licht für die Fotosynthese bekommen und somit unbrauchbar sind.

Dieser Vorgang ist ganz natürlich und einfach zu beheben. Schneiden Sie einfach die trockenen Bambushalme möglichst tief ab, damit die anderen wieder genügend Licht zur Verfügung haben. Lichten Sie den Bambus, bleibt das Bambus-innere ebenfalls grün. Außerdem können Sie die Spitzen auch einkürzen. Dadurch kommt noch mehr Licht ins Innere, was für eine ausreichende Fotosynthese sorgt.

 

Rechtzeitig erkennen, wenn der Bambus vertrocknet und handeln

Handelt sich es hingegen um Trockenschäden bei Ihrem Bambus, können Sie an 3 Merkmalen feststellen. In erster Linie sind vertrocknete Blätter ein Indiz. Verlieren einzelne Blätter die Farbe und fallen ab, ist dies nicht tragisch, da der Neuaustrieb dafür verantwortlich sein kann.

Auch vertrocknete und blasse Halme werden beim Neuaustrieb durch neue Wurzeln aus den Halmen gedrückt. Schneiden Sie die vertrockneten Halme einfach ab. Diese beiden Merkmale sind noch nicht wirklich gefährlich für den Bambus und schnell zu beheben.

Vertrocknete Wurzeln hingegen können ein echtes Problem für den Bambus werden, da sie für einen Komplettschaden beim Bambus sorgen können. Häufig ist dies der Fall, wenn der Bambus über den Winter, in einem Kübel draußen stehen bleibt oder wenn der Bambus erst im späten Herbst eingeplantzt wird und sich noch nicht vollständig eingewurzelt hat. Die Folgen sind, dass der Bambus im Frühjahr nur einen kümmerlichen Neuaustrieb erbringt oder sogar absterben wird.

 

Der Kältetrockenheit sowie der Winterdürre vorbeugen

Viele Bambussorten können locker bis -25 Grad vertragen, denn Kälte macht den winterharten Bambusarten relativ wenig aus. Kältetrockenheit oder Winterdürre dafür aber um so mehr, denn da der Bambus eine immergrüne Pflanze ist, verdunstet er auch im Winter Feuchtigkeit. Kann er sich nun aus dem gefrorenen Wasser im Erdreich keine Feuchtigkeit ziehen, kommt es zu Trockenschäden. Das Problem ist also nicht, dass der Bambus erfriert, sondern der Bambus vertrocknet, da seine Wurzeln absterben.

Im Durchschnitt benötigt ein Bambus zwischen 3 und 5 Jahren, um an einem Standort richtig einzuwurzeln. Und auch erst dann hat er seine Winterhärte erreicht. Das bedeutet, der Bambus muss bis dahin auch an frostigen Tagen gegossen werden. Ist dass nicht der Fall, kann es passieren, dass der Bambus vertrocknet.